Spielstil & Hausregeln

Spielstil

Hier erfährst du, wie meine Runden funktionieren und welche Grundeinstellungen ich von meinen Mitspielern erwarte.

Verbales Rollenspiel mit Interaktionsmöglichkeiten ist mir sehr wichtig. Dies gilt sowohl für die Interaktion zwischen den Spielercharakteren (SC) als auch mit den Nicht-Spieler-Charakteren (NPC). Allerdings gehört der Kampf genauso zu meiner Spielart dazu. Es ist mein Ziel, dass sich Rollenspiel und Kampf in einer gesunden Waage halten.

Werte spiegeln für mich die Fertigkeiten eines Helden wider. Daher sollten die Punkte entsprechend vergeben werden – gerne gut verteilt auf kampfrelevante, soziale, handwerkliche und weitere Fähigkeiten. Nur weil du als Spieler vielleicht der Diplomat vor dem Herrn bist, ist es dein SC noch lange nicht. Daher wird an meinem Tisch der Würfel rollen, wenn es situationsrelevant erscheint, um den Erfolg der Handlung deines Charakters zu bestimmen.

Ein ordentlicher Gruppenzusammenhalt ist mir extrem wichtig. Es spielt keine Rolle, welcher Profession, welchem Volk oder welcher Gesinnung der einzelne SC angehört. Am Ende sollten alle an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten. Ausreißer, wie beispielsweise Assassinen, die für Geld ihre Kameraden ermorden oder verraten, gehen für mich so überhaupt nicht in Ordnung.

Ich mag es, Runden von „wahren Helden“ zu leiten, die die Welt auf ihre eigene, individuelle Art und Weise retten und nicht etwa unterwerfen wollen. Kleinere Eskapaden, die rollenspieltechnisch stimmig sind, sind natürlich in Ordnung – ein Dieb beispielsweise kann einfach nicht gegen seine Natur handeln und wird auf seiner Reise selbstverständlich hier und da das eine oder andere „finden“ und „borgen“. Dies sollte jedoch in Abstimmung mit den anderen Spielern erfolgen, wenn es die Börsen der SC betrifft.

Ich beabsichtige nicht, die SC zu jedem Abenteuer tragen und entsprechend motivieren zu müssen. Hier erwarte ich eine grundlegende Selbstmotivation, sich einem Abenteuer zu stellen. Es schadet also nicht, sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, was den eigenen SC motiviert, anderen zu helfen, etwas zu erforschen oder auf Reisen zu gehen. Dies sollte kein rein finanzieller Aspekt sein!

Auch wenn ich mir für meine Kampagnen zumeist einen Hauptplot, den roten Faden, ausgedacht habe, finde ich es reizvoll, gelegentlich auf die Hintergrundgeschichten der SC einzugehen und diese gerne für Nebenplots zu nutzen. Daher ist es wichtig, dass du dir Gedanken zu deinem Charakter machst und zumindest eine grobe Hintergrundgeschichte bereitstellst. Aus deiner Kurzgeschichte sollte hervorgehen, wo dein SC herkommt, was er bereits erlebt hat und welche Motivation er hatte, Heim und Herd zu verlassen. Vielleicht hat er noch Bekannte, die in der Kampagne als NPC auftauchen könnten, oder Feinde, die ihm folgen?

Auch wenn Folter für die Helden gelegentlich sinnhaft erscheint, werden wir in unseren Spielsitzungen keine Zeit darauf verschwenden, sie ausführlich mit jedem Detail zu beschreiben. Wir werden die Andeutungsmethode anwenden: „Und jetzt, euer Hoheit, werden wir uns über den Ort eurer verborgenen Rebellenbasis unterhalten.

Folter ist bereits ein ordentlicher Brocken, aber zum Glück für die meisten sehr abstrakt. Bei Vergewaltigung ist das anders – das ist die Kombination aus schlimmstem Sadismus und übelster Psychopathie. Um es ganz deutlich zu sagen: Nein, das gibt es hier nicht und das wird es hier auch nicht geben. Nicht in einer meiner Kampagnen!

Sicherlich werden die Helden auch mal in Situationen geraten, in denen sie käufliche Liebe erwerben, einen One-Night-Stand oder eine wahre Liebschaft erleben, aber dies werden wir in meinen Kampagnen nicht detailliert ausspielen. Stattdessen umschreiben wir es schlicht: „Und dann gingen sie aufs Zimmer und verbrachten eine intensive, sinnliche Zeit miteinander.

Das Verwenden von „DEnglish“ am Spieltisch (eigentlich generell) wird von mir strikt abgelehnt. Es ist mir bewusst, dass englische Begriffe aus den Regelwerken schnell unbeabsichtigt genutzt werden, und ich nehme mich davon nicht aus. Dennoch soll dieser Gebrauch nicht überhand nehmen.

Wer jedoch meint, mir als SL englische Regeltexte vorzulegen und mich dann auch noch dazu befragt, dem zeige ich gerne, wo das schwere Ende des Hammers hingehört – auf seinen Kopf! Regeldiskussionen sind auf Basis der deutschen Sprache zu führen.

Generelle Hausregeln

Diese Regeln dienen der Optimierung unseres Spielerlebnisses und haben immer Vorrang vor dem Regelwerk des verwendeten Grundsystems.

Ich behalte mir als SL das Recht vor, die Spiel- und Hausregeln bei Bedarf jederzeit anzupassen, um das Spielerlebnis langfristig zu optimieren oder unerwartete Systemlücken zu schließen. Diese Anpassungen werden immer klar kommuniziert.

Für jede meiner Kampagnen erstelle ich stets einen Kampagnenleitfaden, den die Spieler im Vorfeld als Handout (z. B. als Journaleintrag im FoundryVTT) einsehen können. Das Lesen dieses Leitfadens ist vor der ersten Session für alle Spieler verpflichtend. Unklarheiten sind ebenfalls vor der ersten Session zu klären. Dieser Leitfaden enthält oft kampagnenspezifische Hausregeln, die nicht bereits hier aufgeführt sind. Dennoch sind diese Regeln für alle bindend und haben wie üblich Vorrang gegenüber System- und Settingsregeln.

Als Spielleitung (SL) kenne ich zwar die meisten generellen Kernregeln und die Sonderregeln der NSCs, aber jeder Spieler ist primär dafür verantwortlich, die spezifischen Regeln seines eigenen Charakters zu beherrschen (z. B. professionsspezifische Regeln, Zauber und Sonderfertigkeiten). Im Bedarfsfall musst du diese Regeln selbst erklären und belegen können.

Im Notfall: Diskussionen über Regeln sollten grundsätzlich außerhalb des laufenden Spiels geführt werden, es sei denn, das Überleben deines SCs oder der Erfolg der aktuellen Quest hängt unmittelbar davon ab. Ich als SL nehme mir das Recht, unpassende Diskussionen zu unterbinden, um den Spielfluss nicht zu stoppen. In anderen Fällen entscheide ich spontan, wie eine Regel angewandt wird.

Regelklärung außerhalb des Spiels: Regelfragen sind jederzeit erlaubt, und unklare Regeln klären wir gemeinsam außerhalb der Session mit der gesamten Gruppe, um sie für die Zukunft verbindlich festzulegen.

Teamplay ist wie das Salz in der Suppe, es ist essenziell. Sollte es im Spiel keinen Konsens unter den SCs geben und dadurch der Gruppenzusammenhalt nachhaltig geschädigt werden, behalte ich mir als SL das Recht vor, Handlungen der SCs im Bedarfsfall vorzugeben, um unser Abenteuer und das gemeinsame Spielerlebnis zu schützen.

Es kann einige Nebenquests geben, auch um den Hintergrund eurer SCs herum. Die Hauptqueste, der rote Faden der Kampagne, soll dabei jedoch nicht aus den Augen verloren werden. Im Bedarfsfall werde ich als SL Nebenquests bewusst hintenanstellen, damit die Hauptqueste erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Da in meinen Kampagnen nicht immer das Haussetting des verwendeten Spielsystems genutzt wird, sind einige Optionen schlicht nicht verfügbar. Dies betrifft beispielsweise Archetypes, die sich explizit auf ein Volk einer spezifischen Welt beziehen, auf welcher die Kampagne nicht gespielt wird, oder magische Gegenstände, die einer Gottheit oder Organisation einer abweichenden Welt zugeordnet werden. Wenn etwas nicht zu unserer Spielwelt passt, wird es von mir als SL ausgeschlossen.

Ein durchgeplantes Charakterkonzept ist gerne gesehen, aber bitte unterscheide zwischen Konzept und Powergaming! Übertreibt es nicht beim Min-/Maxen, denn das erschwert das Balancing. Ist auch nur ein einziger SC zu stark „gemaxt“, wird es für den Rest der Gruppe schnell unfair, wenn ich die Begegnungen entsprechend anpassen muss. Versucht bitte, euch selbst zu disziplinieren, um Auswirkungen auf die gesamte Gruppe zu vermeiden. Gelingt es den Spielern nicht, sich selbst zu zügeln, behalte ich mir als SL das Recht vor, einzugreifen und das will keiner von uns!

Bei einigen Kampagnen wird für die einzelnen Spielsessions ein Spieler zum Protokollanten oder Schriftführer ernannt. Meldet sich niemand freiwillig für diese Aufgabe, behalte ich mir als SL das Recht vor, zu Beginn einer jeden Session einen Spieler in diese Rolle zu berufen. Die Aufgabe besteht darin, bis zum Wochenende vor der kommenden Session eine zumindest stichpunktartige Mitschrift des Spielverlaufs, der wichtigsten Namen, Ereignisse und Aufgaben der letzten Session zu notieren und diese im Kampagnen-Journal zu hinterlegen. So können sich alle vor Beginn der anstehenden Session wieder das Relevanteste in Erinnerung rufen, und wir sparen uns die Zeit für eine ausführliche Zusammenfassung. Ist diese Regelung vorgesehen, wird sie im entsprechenden Kampagnenleitfaden vermerkt und ist für alle Spieler gleichermaßen bindend.

Für die in FoundryVTT verwendeten Charakterbilder und Avatare bevorzuge ich einen einheitlichen Zeichenstil. Daher bitte ich euch alle, den Zeichenstil von Gotara (kurz Gotara-Stil) zu verwenden, insbesondere wenn ihr Bilder mittels KI generiert oder euch passende Illustrationen aus dem Internet besorgt. Ein einheitlicher Stil trägt maßgeblich zur Immersion bei.


🎨 Zeichenstil von Gotara: Realistisch-Illustrativ

Der Gotara-Stil ist eine anspruchsvolle Mischung aus realistischen und illustrativen Elementen, die sich durch einen sehr hohen Detailgrad und eine ernste, glaubwürdige Atmosphäre auszeichnet. Der Fokus liegt auf dem Realismus, wobei die illustrative Klarheit beibehalten wird und lediglich minimale, stilistische Elemente verwendet werden.

🌟 Kernmerkmale

  • Realistisch-Illustrativ: Der Stil ist realistisch in der Darstellung von Formen und Proportionen, nutzt aber klare Linien für einen präzisen, illustrativen Charakter. Stilistische Elemente sind auf ein Minimum reduziert.
  • Hoher Detailgrad: Ein besonderer Fokus liegt auf der detaillierten Darstellung von:
    • Kleidung und Rüstung: Präzise Ausarbeitung von Platten, Ketten und dekorativen Elementen.
    • Texturen: Realistische Wiedergabe von Materialien wie Leder, Metall, Stoff und Pelz.
    • Charakterzüge: Feine Züge von Haaren, Bärten und Gesichtern.

Linienführung und Volumen

  • Klare, präzise Linien: Definieren die Formen und geben dem Bild eine unverwechselbare illustrative Schärfe mit lediglich minimalen, stilistischen Elementen.
  • Malerische Schattierungen: Es wird primär Wert auf malerische Schattierungen und weiche Übergänge gelegt, um starkes Volumen zu erzeugen. Die Kombination aus klaren Linien und malerischen Schattierungen führt zu einem professionellen, hochwertigen Erscheinungsbild.

🌈 Farben und Licht

  • Farbpalette: Sie ist reich und lebendig, aber dennoch geerdet und neigt insgesamt zu gedämpften, erdigen Tönen.
  • Atmosphäre: Die Farbgebung schafft eine ernsthafte und gelegentlich düstere Atmosphäre.
  • Tiefe und Kontrast: Anstelle von übersättigten Farben werden sorgfältige Schattierungen und Lichteffekte eingesetzt, um starkes Volumen und Tiefe zu erzeugen. Dies verleiht den Figuren eine fast dreidimensionale Qualität.
  • Lichtsetzung: Kontraste werden hauptsächlich durch die gezielte Lichtsetzung und starke Schattierungen erzeugt.

🖼️ Bildgestaltung und Fokus

  • Charakter-Fokus: Die Figuren stehen immer im Zentrum der Darstellung.
  • Posen und Ansicht: Die Charaktere werden in der Regel von Kopf bis Fuß vollständig abgebildet. Die Ansicht erfolgt meist frontal oder maximal in einer leichten Schrägansicht von der Seite (Dreiviertelprofil), um die Details der Ausrüstung optimal zu präsentieren.
  • Hintergrund-Minimalismus: Es wird konsequent auf zusätzliche Dekorationen, komplexe Szenerien oder Umgebungsdetails verzichtet. Der Hintergrund bleibt regulär schlicht weiß, um die gesamte Aufmerksamkeit auf die Figur und seine Ausrüstung zu lenken.

⚔️ Fokus und Setting

  • Thema: Der Stil ist klar auf Fantasy ausgerichtet.
  • Inhalte: Er zeigt typische Elemente wie Rassen (Menschen, Elfen, Zwerge mit runden Ohren, Gnome, Goblins, Halblinge), fantastische Kreaturen, magische Effekte und mittelalterliche Ausrüstung.
  • Waffen: Schwarzpulverwaffen wie Pistolen oder Gewehre finden hier keine Verwendung.

Zusammenfassung: Der Gotara-Stil ist ein sehr realistisch-illustrativer Fantasy-Stil mit lediglich minimalen, stilistischen Elementen, der die Präzision eines Gemäldes mit der Klarheit einer Illustration verbindet, ideal für detaillierte und dramatische Darstellungen von Fantasy-Charakteren.


Spezifische Hausregeln

Da wir in meinen Kampagnen verschiedene Rollenspielsysteme (z. B. DSA5 oder PF2e) und unterschiedliche Settings (z.B. Aventurien oder Golarion) verwenden, gibt es einige Hausregeln, die sich nur auf ein bestimmtes System oder Setting beziehen. Auch hier gilt: Diese Regeln haben Vorrang vor dem Regelwerk des verwendeten Grundsystems.

Belastungsmalus für Fernkampf: Der Malus durch Belastung (Rüstung, Ausrüstung) gilt an meinem Tisch auch für alle Fernkampfangriffe.

Fremdzauber-Modifikator: Wir verwenden die optionale Regel des Fremdzauber-Modifikators von -2 auf die Probe.

Geld hat Gewicht: Sämtliche Währung wird in der Berechnung der Traglast und Belastung berücksichtigt.

Manöver-Limitierung: Die Anzahl der Manöver ist pro Kampfrunde auf ein Spezial- und ein Basismanöver limitiert.

Patzertabellen: Anstelle des pauschalen 1W6+2 SP bei einem Patzer nutzen wir die optionalen Patzertabellen für die Bereiche Verteidigung, Nah- und Fernkampf.

Schicksalspunkte (Schips): Jeder Spieler startet zu Beginn jeder Session mit mindestens einem Schip. Ungenutzte Schips werden in die nächste Session mitgenommen, Spieler erhalten jedoch keinen automatischen zusätzlichen Schip, falls sie bereits einen oder mehrere in die Session übertragen haben. Bonus-Schips für besondere Taten zählen ebenfalls zum persönlichen Schip-Pool. Der Gruppen-Schip-Pool wird hingegen nicht automatisch aufgestockt, wenn er leer ist. Gruppen-Schips können nur durch besondere Erfolge, wie beispielsweise den Abschluss eines Abenteuers, erlangt werden.

Verschleiß: Wir verwenden die optionale Regel für den Waffen- und Rüstungsverschleiß.

PF2e Remastered Content: Wir spielen nach den Regeln und dem Content der PF2e Remastered-Reihe. Inhalte aus der älteren, nicht-remasterten Version (Legacy Content) sind grundsätzlich untersagt, sofern sie nicht als erforderliche, kampagnenspezifische Erweiterungen von mir freigegeben und ausdrücklich im Kampagnenleitfaden darauf hinweisen wurde.

Stufenweise Attributsverbesserungen: Wir nutzen die optionale Regel für „Stufenweise Attributsverbesserungen“ anstelle der üblichen Regelung.

Freie Archetypen und Rufsystem (Optional): Gelegentlich nutze ich die optionalen Regeln für „Freie Archetypes“ und das „Rufsystem“. Ist dies der Fall, werde ich ausdrücklich im Kampagnenleitfaden darauf hinweisen.